Achtung - Bäääählehrung!


Rubrik Wissenswertes

Allgemeine Information zu unseren Wollobee Verlaufsgarnen:


Alle unsere Verlaufsgarne werden mit größter Sorfalt in unserem Hause von Hand für Sie gewickelt. Unsere Garne sind gefacht, d.h. die einzelnen Fäden sind nicht verzwirnt, sondern laufen lose und parallel. Im Farbverlauf sind die neuen Fäden einzeln angeknüpft. Wir schneiden die Fadenenden nicht kurz ab, denn diese würden im fertigen Strickstück u.U. sichtbar abstehen, bzw. könnten sich beim Waschen lösen. Wir lassen immer ein längeres Fadenstück hängen, das dann über einige Maschen eingestrickt werden sollte. Den Rest lässt man vorerst hängen und erst nach dem Waschen und Spannen wird der Überstand bündig weg geschnitten.

Unsere Wollobees werden recht kompakt und straff gewickelt. Dadurch haben sie einen guten Stand und klappen bis zuletzt nicht so leicht ein. Wir empfehlen trotzdem, dass die Wollobees ab dem letzten Drittel in einem stabilen Behälter stehen. Ein kleiner Eimer der minimal größer als das Knäuel ist, wäre ideal. Kunden schreiben uns, dass sie mit Guglhupfformen gut zurecht kommen. Ich denke, jeder wird sich sein persönliches Lieblingsteil finden.

Es ist möglich, dass sich beim Stricken, bei einzelnen Fäden Schlaufen bzw. Überlängen ergeben. Das ist bei gefachten Garnen fast unvermeidlich, denn es genügt oft schon, dass man beim Abstricken einen einzelnen Faden nicht erwischt und schon hat man eine Schlaufe. Meist genügt es den Überstand ein wenig mit den Fingern in Richtung zum Knäuel hin auszustreifen. Wenn sich einmal eine längere Schlinge ergeben sollte - bei zickigen Beilaufgarnen kann das gerne mal passieren - dann einfach im Mittelpunkt der Schlaufe durchschneiden, neu verknoten und genau wie bei einem Verlaufsknoten, den Überstand mit einstricken. Im fertigen Strickstück sind solche Korrekturen nicht mehr sichtbar. Kleinere Schlaufen werden einfach eingearbeitet. Im Idealfall sollte das Garn immer relativ gerade nach oben hin ablaufen, dann sollten sich eigentlich keine Verwicklungen und Überlängen ergeben.


Material:

50% Baumwolle / 50 % Polyacryl

Es ist eine tolle Qualität mit angenehmen Griff und schönem Glanz.

Waschbar bei 30°C besagt Wollwäsche, bzw. Schonwaschgang. Verzichten Sie auch auf Weichspüler. Diese führen dazu, dass Ihre Handarbeit schlaff wird und ausleiert.

Nach dem Waschen bitte nicht wringen, oder schleudern, sondern auf ein großes Handtuch legen, vorsichtig aufrollen und ausdrücken. Danach in Form ziehen, oder aufspannen und vorzugsweise liegend trocknen. Bügeln ist bei Einstellung Synthetik möglich, kann aber auf keinen Fall empfohlen werden, da der Charakter einer Handarbeit komplett verloren geht, wenn man ein Strick- oder Häkelstück plättet.

Wenn die Waschanleitung Handwäsche vorgibt, dann bitte auch wirklich nur von Hand waschen, auch wenn Ihre neue Waschmaschine ein Handwaschprogramm hat.

Verwenden sie reichlich Wasser in einem ausreichend großen Becken. Bitte nur sehr sanfte Waschmittel, die für Wollpflege empfohlen werden, verwenden.


Nadelstärke:

Die von uns vorgeschlagene Nadelstärke ist nur ein Richtwert, aber kein Gesetz. Je nachdem wie stark Ihre Fadenspannung ist, oder Ihr fertiges Projekt beschaffen sein soll, muss entsprechend eine größere, oder kleinere Nadelstärke gewählt werden. Gerade Muster, wie Patentmuster, oder löchrige Muster sind wenig formstabil und

von Haus aus sehr locker und fluffig, da empfiehlt es sich eher eine kleinere Nadel zu verwenden. Hingegen, wenn Sie eher sehr fest stricken (z.B. weil Sie beim Stricken gerne einen spannenden Krimi anschauen), kann eine größere Nadelstärke ein angenehmeres Strickbild erzeugen. Wie erwähnt, Sie sind frei in Ihrer Entscheidung - es ist Ihre Handarbeit!

Was allerdings bei allen Arbeiten sehr sinn- und hilfreich ist, wäre die folgend beschriebene Maschenprobe.


Maschenprobe:

Ja, ich weiß! Eine Maschenprobe zu machen ist lästig und hält furchtbar auf. Die neue Wolle ist da und man will endlich anfangen....hibbel! Aber, ganz ehrlich - wie oft muss man eine Handarbeit wieder aufribbeln, nur weil man eben genau diesen, vermeintlich unnötigen Schritt, übersprungen hat. Wir haben uns zwar für Sie die Mühe gemacht und eine Maschenprobe gestrickt, aber, wie schon bei der Nadelstärke beschrieben, kann diese maximal als Richtwert herhalten um eben den Garnverbrauch zu berechnen. So sehr wir uns auch um ein neutrales Ergebnis bemühen, ist es halt unser Ergebnis und vermutlich mit Ihrem nicht 100%ig vergleichbar.

Stricken, oder häkeln sie daher ein ca. 12 x 12 cm großes Stück glatt rechts, bzw. mit festen Maschen, oder Stäbchen. Das Probestück sollte dann angefeuchtet aufgespannt werden - genau so straff, wie Sie es dann auch mit Ihren fertigen Werken machen. Dann markieren Sie mit Stecknadeln und einem Lineal einen 10 x 10 cm großen Bereich und zählen aus, wie viele Maschen und Reihen für diesen Bereich nötig sind. Mit diesem Ergebnis kann man dann recht gut die Gesamtgröße eines Projektes ermitteln. Und ganz ehrlich, das Anfertigen einer Maschenprobe ist meist in unter einer Stunde erledigt (außer bei gaaaanz dünner Wolle), spart aber manchmal viele Stunden, die man sonst mit Auftrennen und wüstem Fluchen verbringt. Ich weiß wovon ich spreche.....